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Fachbegriffe

Fachbegriffe

A cappella
(Chor-) Gesang ohne Instrumentalbegleitung;

Alt
zweithöchste Stimme im vierstimmigen Satz; heute in der Regel tiefe Frauenstimme, früher meist durch Knaben, Männer oder Kastraten ausgeführt.

Alteration
Erhöhung oder Erniedrigung eines Tons um einen Halbtonschritt.

Alternate bzw. alternierende Besetzung
spielt neben der Erstbesetzung vertraglich garantierte Vorstellungen und ist als parallel Besetzung zu sehen.

Altus
von falsettierenden Männern gesungene Altstimme.

Arie
oft dreiteiliges, in sich geschlossenes Sologesangsstück von einer gewissen Ausdehnung.

Audition
Ein Vorsingen, - sprechen und - tanzen für eine Musicalproduktion.

Backstage
Als Backstage wird jener Bereich hinter der Bühne bezeichnet. So ist z. B. die Bühne bei heruntergelassenem Vorhang bereits Backstage.

Baß
tiefste Männerstimme im vierstimmigen Satz.

Baßbariton
tiefer Bariton mit Baßcharakter.

Bariton
mittlere männliche Stimmlage zwischen Tenor und Baß.

Belcanto
"Schöngesang", Gesangsideal, bei dem die Qualität der Tongebung Vorrang vor Textverständlichkeit und dramatischem Ausdruck genießt.

Bitonalität
die gleichzeitige Verwendung zweier Tonarten.

Buffo
(ital.: drollig, komisch) Bezeichung für einen (im Unterschied zum Komiker) stimmlich voll ausgebildeten Sänger, der eine komische Rolle spielt; das weibliche Gegenstück zum Baß- der Tenorbuffo (Spielbaß oder Spieltenor) ist die Soubrette bzw. Spielaltistin.

Buffo - Oper
deutsche Bezeichnung für Opera buffa.

Cast
engl.: Besetzung bzw. Ensemble

Choral
ursprünglich der einstimmige Gregorianische Gesang, später auch das von der Gemeinde gesungene protestantische Kirchenlied.

Countertenor
engl.: Bezeichnung für einen Sänger, der mittels seiner Kopfstimme bis in Alt- oder Sopranlagen vorstößt, wobei der Registerwechsel möglichst unmerklich bleiben soll.

Dissonanz
im Unterschied zur Konsonanz Bezeichnung für einen als "reibend" d. h. nicht oder kaum verschmelzend empfundenen Zusammenklang von Tönen.

Duett
zwei Solosänger; häufig als Liebesduett anzutreffen.

Epilog
(grich.: Schluß einer Rede) Nachspiel in Drama, Musical und Oper

Falsett
die männliche Kopfstimme (Sopran- oder Altlage).

Finale
Abschluß einer Szene, eines Aktes oder des gesamten Werkes, bei dem die Hauptfiguren oft zu großen Ensembles zusammentreten, häufig auch im Chor.

Fuge
hochentwickelte polyphone Kompositionstechnik, bei der die gesamte Komposition von einem einzigen (unbegleiteten) Thema ("Dux") ausgeht; ist es vorgestellt, setzt zunächst die zweite Stimme (im Abstand einer Quinte oder Quante) wieder mit dem Thema (nun "Comes" genannt) ein, so dass "Comes" und die Fortspinnung des Eingansthemas ("Dux") einander harmonisch begleiten; eine Fuge mit zwei Themen heißt Doppelfuge.

Intermezzo
instrumentaler Einschub zwischen zwei Akten oder Szenen; früher auch selbständig heiteres Bühnenstück, dass zwischen die Akte einer großen Oper eingerückt wurde.

Intervall
Abstand zwischen zwei Tönen

Kanzone (Canzone)
im Sprachgebrauch der Opernbühne schlichte, liedartige Arie, oft in strophischer Form.

Kastrat
im Zeitalter des Barocks wurden Knaben kastriert, um den Stimmbruch zu verhindern; bei guter Ausbildung und Veranlagung konnte die Stimme der Kastraten im Mannesalter bis in die höchsten Sopranregionen ausgebaut werden; Kastraten waren in der Regel die Hauptdarsteller der Opera seria; heute werden ihre Rollen entweder von Frauen, Knaben oder Countertenören gesungen.

Klavierauszug
eine zum Zweck des Einstudierens reduzierte Partitur, in der nur die Gesangsstimmen ausgeschrieben sind und der Orchesterpart in zwei Klaviersystemen zusammengefasst ist.

Kontratenor
deutsch für Countertenor

Leitmotive
ein bestimmtes Motive wird einem Sachverhalt oder einer Person zugeordnet, bei deren Auftreten es, ggf. nach Gefühlslage oder Situation abgewandelt, erklingt.

Libretto
(ital.. kleines Buch) Textbuch eines Musicals, einer Oper oder einer Operette.

Mezzosopran
mittlere Frauenstimme zwischen Sopran und Alt.

Modulation
künstlerisch gestalteter Übergang von einer Tonart in eine andere

Motiv
kurze Tonfolge als kleinste musikalisch sinntragende Einheit; mehrere Motive bilden eine Melodie oder ein Thema.

Musiktheater
alle szenisch vorzutragenden Gattungen der Vokalmusik.

Open End Produktion ( En Suite, Long Run)
sind Produktionen die über einen längeren Zeitraum im selben Theater / Haus gespielt werden, während in einem Ensemble Theater die Stücke oft täglich wechseln.

Orchestersuite
folge von Instrumentalsätzen aus einem Bühnenwerk.

Ouvertüre
einleitendes Orchesterstück, auch Eingansstück einer Suite oder eines Concerto grosso.

Partitur
vollständige Niederschrift einer Komposition für mehrere Stimmen bzw. Instrumente, wobei jede einzelne Stimme in einem eigenen Liniensystem notiert ist.

Preview
sind sogenannte Einspielvorstellungen, bei denen Publikumsreaktionen getestet werden.

Primadonna
(ital.: erste Dame) Sängerin der weiblichen Hauptrolle einer (italienischen) Oper (meist Sopran bzw. Koloratursopran); das männliche Pendant ist der "primo uomo"

Prolog
(griech.: Vorrede) szenisches Vorspiel bzw. dem ersten Akt vorgeschaltete Szene eines Bühnenwerkes.

Register
bei der menschlichen Stimme spricht man vom Brust- und Kopfregister (Bruststimme bzw. Falsett); bei der Orgel eine Gruppe von Pfeifen einheitlichen Klangcharakters.

Revival
ist eine Wiederaufnahe eines Stückes in zeitgemäß überarbeiteter Form.

Sopran
die höchste Stimmlage bei Frauen und Kindern; von Männern nur durch die Kopfstimme (Falsett) zu erreichen.

Suite
zu einem Zyklus gebundene Folge von Instrumentalstücken; ursprünglich nur auf Tanzsätzen beruhend, wurde die Suite seit dem 17. Jh. um eine Einleitung und weiteren nicht - tanzgebundene Stücke erweitert.

Tenor
(von lat.: "tenere": halten) hohe Männerstimme; in der Psalmodie der zentrale Ton (Rezitationston), auf dem sich die Melodie bezieht oder dem sie ausgeht; in der frühen Mehrstimmigkeit die Stimme, die den Cantus firmus singt.

Terzett
drei Sologesang;

Thema
musikalisch besonders herausgestellt und/oder für den Hörer leicht fassliche Melodie oder Akkordfolge, die als Ausgang- oder Bezugspunkt eines ganzen Werkes empfunden wird; ein Thema kann in mehrere charakteristische Segmente (Motive) aufgespalten werden, die an das Thema "erinnern" und dadurch Wiedererkennungseffekte auslösen.

Timbre
(franz. Stempel) charakteristische Klangfarbe einer Gesangsstimme.

Work in Progress
(engl.: Werk im Fortschritt) Kunstwerk oder künstlerischens Oeuvre, das sich nicht vollendet, sondern im (und als) Prozeß seines Entstehens präsentiert.

Zitat
bewusste (mehr oder weniger deutlich) Anleihe an ein anderes, fremdes Werk oder (als Selbstzitat) Übernahme eines schon früheren in eigenen Werken benutzten musikalischen Gedankens.

Zweitbesetzung
eine Zweitbesetzung übernimmt den Part lediglich bei Verhinderung der Erstbesetzung (z. b. Urlaub, Krankheit, PR- Termine usw.).