GIUDITTA
GIUDITTA
Operette in 5 Bildern - Uraufführung: Wien 1934
Musik von Franz Lehár
Text von Paul Knepler und Fritz Beda - Löhner
Die Italienerin Giuditta lebt in einer kleinen italienischen Hafenstadt. Sie scheint aber nicht sehr glücklich mit einem gewissen Manuele verheiratet zu sein. Tatsächlich nutzt die junge Frau die erste beste Situation, um mit einem Offizier zu entfliehen, der ihr spontan und ohne Vorwarnung seine Liebe gestanden hat. Sie geht mit Octavio nach Afrika, und die Idylle nimmt den erwarteten Verlauf. Bald taucht jedoch der Konflikt flugs in Form eines Marschbefehles auf. Octavio ist als Soldat gefordert, den afrikanischen Aufständischen auf Europäisch Mores zu lehren. Als Liebhaber musste er also eine Zeit lang pausieren. Nach einigen Gefühls und Pflicht-Hin-Her-Schwankungen geht er dann doch seiner soldatischen Pflicht nach. Freilich nicht ohne Giuditta noch einmal ins Gewissen zu reden, zu Hause schön brav zu sein.
Sie ist dies mit ihrem südländischem Temperament mitnichten, sondern verdingt sich als Nachtclubsängerin und verdreht zum Spaß den dort anwesenden älteren, dafür aber begüterten Herren den Kopf. Währenddessen hat bei Octavio die Sehnsucht nach der Geliebten obsiegt, er hat die Fahne verlassen und will zu Giuditta zurück. Doch im Nachtclub muss er aus einer Deckung heraus ihr loses Treiben mit ansehen. Er verschwindet desillusioniert im Dunkel der afrikanischen Nacht.
Jahre später sieht man den desertierten Offizier sich als Barpianist in einem Grandhotel verdingen. Hoher Besuch ist angekündigt, ein Herzog und Nabob erscheint, an seiner Seite schreitet Giuditta daher. Sie erkennt den Pianisten, und ihre Liebe entflammt zu Octavio erneut, doch es ist zu spät. Sein Interesse ist erloschen: Er tut sich als Misogyn keinen Stress mehr mit Damen an. Einsam klimpert Octavio in der leeren Bar vor sich hin. «Was spielen Sie denn noch?» spricht ein Kellner, «es ist doch niemand mehr da! »
Links
www.seefestspiele-moerbisch.at
Operettendaten: Copyright © musik-theater
Text zur Handlung: Copyright © Opernwelt
Text Berabeitung: Andreas Brixler
Fotos: Copyright © Seefestspiele Mörbisch -
Fotograf: Tschank Eisenstad

